Üben als Erfolgsvoraussetzung

„Was einen Mühe kostet, das hat man lieb.“ Novalis

Der Mensch baut eine intensivere Beziehung zu dem auf, was er sich selbst erarbeitet hat, als zu dem, was ihm geschenkt wurde. 


Kann jeder ein Instrument erlernen?

Um ein Instrument gut spielen zu können, ist geduldiges jahrelanges Üben zu Hause notwendig. Der noch so professionelle Klavierunterricht oder Gitarrenunterricht durchschnittlich 3x pro Monat kann dafür leider nicht ausreichen. Vielmehr bedarf es nahezu täglicher Wiederholungen zu Hause am eigenen Instrument, um vorwärts zu kommen, da ansonsten bis zur nächsten Unterrichtsstunde fast alles wieder vergessen wird und nicht gefestigt werden kann. Ohne kontinuierliches Spielen zu Hause lässt die Motivation sehr schnell nach, wenn demzufolge kein Stück richtig gelingen kann.

Bei mehreren anderen Hobby-Nachmittagsaktivitäten bleibt in der Regel wenig Zeit zum Instrument-Üben, was im Vorfeld mit bedacht werden sollte.

Wille, gesunder Ehrgeiz und ausdauernder Fleiß entscheiden darüber, ob und wie gut man ein Instrument erlernt. Die Motivation zum Üben kommt idR mit dem Willen, Stücke gut spielen zu können.


Können Grundschulkinder allein üben?

Kleinere Grundschulkinder benötigen zum Klavierlernen oder Gitarrelernen die Unterstützung ihrer Eltern, da die meisten noch nicht allein ihre Übezeit einplanen können. Es können in ein Aufgabenheft jede Stunde Anleitungen für die Eltern und in die Noten des Kindes mit Bleistift Anmerkungen geschrieben werden.

Die Eltern brauchen selbst nicht Klavier oder Gitarre spielen können, um mit ihrem Kind üben zu können. Sie planen gemeinsam mit den Kindern die nahezu täglichen Übezeiten ein und können ihnen gegebenenfalls die Aufgaben nochmal vorlesen. Alle Stücke und Aufgaben dazu werden im Unterricht gezeigt, erläutert und so oft wie nötig wiederholt, so dass die Kinder in der Regel wissen, woran und wie sie üben.


Gibt es Mindestübezeiten?

Laut einer Studie (draufklicken) der Berliner Hochschule für Künste werden mindestens 10.000 Übestunden benötigt, um professionell spielen zu können, was natürlich nicht jedermanns Anspruch sein muss oder kann. Die Schüler entscheiden bei mir selbst darüber, wie schnell oder gut sie spielen können möchten und wieviel Zeit sie dafür aufwenden.

Als Mindestübezeiten für den Hausgebrauch ohne professionellen Anspruch werden anfangs bei kleinen Kindern 15 -30 Minuten mehrmals pro Woche als Minimum angesehen, wenn einfache Anfänger-Stücke gespielt werden möchten, was ausreichen kann, um mit Freude seine Freizeit zu verbringen.

Je komplexere Stücke und je besser man spielen will, desto häufiger und länger sitzt man zu Hause am Instrument, was mit dem Alter der Kinder zunimmt, wenn sie gut spielen können möchten. Jugendliche und Erwachene schaffen es oft von Beginn an, sich mehrmals pro Woche bis zu einer Stunde täglich mit ihrem Instrument zu beschäftigen, wenn der Wille vorhanden ist.

Es wäre sicher utopisch, 365 Tage im Jahr üben zu wollen, schon allein aufgrund von Feiertagen, Urlauben, Krankheiten etc. Wer außerhalb des Unterrichtes jedoch nur wenig oder gar nicht am Klavier oder an der Gitarre sitzt, wird das Instrument auch für den Hausgebrauch leider kaum oder nur mäßig spielen lernen.


Üben für professionelle klassische Musik

Wer nicht nur für den Hausgebrauch, sondern anspruchsvolle klassische Stücke spielen möchte, übt bereits zu Beginn ab zirka 1. Klasse eine Stunde täglich, ab zirka 6. Klasse zwei Stunden täglich.
Wer später Klavier als pianistisch-künstlerisches Hauptfach (klassische Musikrichtung) an einer Hochschule für Musik studieren möchte, braucht zirka 10 Jahre Vorbereitungszeit, um die Aufnahmeprüfung zu bestehen und übt in der höheren Gymnasialzeit täglich ca. 3 Stunden.

Im Studium sind es mindestens 4 Stunden täglich, und selbst die „fertigen“ klassischen Pianisten/ Gitarristen üben täglich mehrere Stunden, um das Niveau zu halten und Konzerte geben zu können. Es ist noch kein Virtuose vom Himmel gefallen ;-), auch wenn das auf der Bühne oft so aussieht.

Im Fach klassische Gitarre sind die Anforderungen etwas geringer, und in der Fachrichtung populare Musik/ Unterhaltungsmusik fangen auf beiden Instrumenten auch viele Späteinsteiger an und kommen mit etwas kürzerer Übungszeit aus. 



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